Manfred Weiß

Regisseur & Autor

Burgermenue

All Days For Future

Helena Cánovas i Parés/Javier Vázquez Rodriguez/Nicolas Berge
Drei Musiktheater über Klang und Klima

Auftragswerk des Theaters Bielefeld
Uraufführung am 4.6.2021, Theater Bielefeld 2021 (Streaming)

„Earthrise“, das Foto von der Besatzung der Apollo-8 Mission 1968, war ein markanter Punkt in der Wahrnehmung unseres Planeten: der ist letztlich nur ein kleiner Teil des unendlichen Universums, wunderschön anzuschauen und gleichzeitig enorm verletzlich wirkend in diesem Kosmos. Seitdem verstärkt durch wichtige naturwissenschaftliche Schriften, ist einem Teil der Menschheit klar geworden, dass wir nicht weiter so verschwenderisch mit den Ressourcen der Erde umgehen können. Den anderen Teil der Menschheit kümmerten und kümmern diese fundierten Erkenntnisse einen wortwörtlichen Dreck. Dieser Existenzkampf findet bis heute statt.
Chico Mendes, ein brasilianischer Kautschukbauer, wurde durch seinen Einsatz für die Rettung des Regenwaldes zu einer ersten Symbolfigur des Widerstands gegen die Großgrundbesitzer, die einen Baum nach dem anderen fällten – und in deren Auftrag 1988 ermordet. Mit Greta Thunberg wurde dann ein junger Mensch Sprachrohr für die Ängste und Wut einer ganzen Generation. Die Auswirkungen der Klimaveränderungen zeigten sich immer drastischer, und drastischer wurde auch die Ignoranz der Großkonzerne und vieler Politiker. Thunberg wurde beschimpft, diskreditiert und angefeindet.Wohin führt der Widerstand, wenn die Luft immer schmutziger und das Wasser immer knapper wird – zur Gewalt?

Drei Studierende der Kompositionsklasse von Brigitta Muntendorf an der Hochschule für Musik und Tanz Köln haben die drei Teile des Librettos vertont:Javier Vázquez Rodriguez (Waldmensch), Helena Cánovas i Parés (Das Mädchen) und Nicolas Berge (Happily Ever After).

Aufgrund der Corona-Epidemie konnte das Stück nur als Film und per Stream realisiert werden.

Inszenierung: Robert Lehmeier
Filmregie, Kamera und Montage: Konrad Kästner
Ausstattung: Markus Mayer
Dramaturgie: Jòn Philipp von Linden

Solisten: Caio Monterio, Charlotte de Montcassin, Susanne Schieffer, Tom Scherer

Info

Aufführungsrechte: Bei den Autoren

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