Figaro, kurz vor der Hochzeit
Das Stück zum Fernsehfilm zur Oper
Schauspiel mit mozarter und weniger zarter Musik komponiert von Mike Svoboda
Nach Motiven von Beaumarchais, da Ponte und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen
Auftragswerk der Freilichtspiele Schwäbisch Hall
Uraufführung am 10. Juli 2006 Freilichtspiele Schwäbisch Hall
Heute fällt es schwer, die Sprengkraft des Tollen Tages von Beaumarchais nachzuvollziehen – gilt das Stück doch als Mit-Auslöser der Französischen Revolution. Angelegt ist aber hier, was einige Jahrzehnte später bei Autoren wie Georges Feydeau und Eugene Labiche zum Boulevard-Theater führt: das Bürgertum wird seziert bis auf die Nervenstränge, das Geflecht der zivilisatorischen Errungenschaften zum Gefängnis der Ängste, vor allem vor dem Verlust des eigenen Wohlstandes – ein Themenkomplex, der gerade heute wieder eine enorme Aktualität besitzt. Der Kampf um Susanna, den Figaro und Almaviva führen, wird zum irrationalen Sinnbild des Kampfes der Stände - wer erringt auf welchem Weg mit welchen Mitteln das Recht der ersten Nacht? Was Da Ponte und Mozart dem höfischen Geschmack entsprechend abmildern, wird in der Fassung hemmungslos ausgespielt.
Figaro: Rene Marik
Susanna: Barbara Bauer
Herr Graf: Andreas Sindermann
Frau Graf: Kathrin Höhne
Marceline: Simone Stahläcker
Bartholo: Werner Koller
Bazile: Markus Bader
Cherubino: Matthias Schlung
Barbarina, Kellnerin im "Goldenen Adler": Renate Regel
Turner, Regisseur / Prof. Tournel, Arzt / Richter: Ulrich Walljasper
Cindy, Regieassistentin / Irma, Krankenschwester: Alexandra Schnaubelt
Cupid: Rebecca Raffell
Musikalische Leitung: Mike Svoboda
Inszenierung: Manfred Weiß
Bühnenbild und Kostüme: Brigitta Loher-Horres
Choreographie: Rüdiger Kühmstedt
Dramaturgie: Georg Kistner
Band: Anne-May Krüger; Ulrike Stortz; Wolfang Fernow; Scott Roller